Holzpellets Produkt Qualität



DIN 51731, ÖNORM M 7135, DIN plus


In der DIN 51731 und der ÖNORM M7135 sind die Anforderungen für die Qualität der Pellets festgelegt. Die DIN 51731 hat großzügige Grenzwerte und die externe Kontrolle von Fertigware und der Produktion finden nicht statt.Die DIN 51731 ist somit keine Garantie dafür, dass die Pellets von guter Qualität sind. In Österreich gibt es die ÖNORM M 7135, die strengere Werte vorschreibt und deutlich weniger Schwankungen bei den Grenzwerten hat. Die ÖNORM M 7135 war bei der Erstellung der DIN plus eine Vorlage. Die DIN plus ist ein Zertifizierungsprogramm und hat wie die ÖNORM M 7135 strengere Grenzwerte und deutlich weniger Schwankungen. Die Produktions und die Fertigware werden nach ihrer Qualität überprüft.

Schlagworte: Deutsche Industrienorm für Pellets, österreichische Norm für Holzpellets, Qualitätsmerkmale für Pellets, Pelletqualität

Qualitätsindikatoren für Holzpellets


Die DIN 51731 ist kein Qualitätsindikator, da bei dieser DIN keine Kontrollen erfolgen und die Grenzwerte zu groß sind. Außerdem werden keine Angaben zum Abrieb gemacht und die Staubentwicklung ist nicht festgelegt. Die ÖNORM M 7135 ist eingeschränkter. Werden die Pellets nach der DIN plus zertifiziert, werden die strengeren Werte in den Normen verwendet.

Qualitätsnormen

Pellets


Vorgaben

ÖNORM M

7135

Vorgaben

DIN 51731

Vorgaben

DIN plus

Durchmesser

mm

4 bis 10 mm

4 bis 10 mm


Länge

mm

5 x D¹

< 50

5 x D¹

Rohdichte

kg/dm³

> 1,12

1,0 < Dichte < 1,4


> 1,12

Wassergehalt

%

< 10

< 12

< 10

Asche

%

< 0,50

< 1,50

< 0,50

Heizwert

MJ/kg

> 18

17,5 < HW< 19,5


> 18

Schwefel

%

< 0,04

< 0,08

< 0,04

Stickstoff

%

< 0,3

< 0,3

< 0,3

Chlor

%

< 0,02

< 0,03

< 0,02

Abrieb

%

< 2,3

-

< 2,3

Presshilfsmittel

%

< 2

( ²

< 2


¹ max. 20% der Masse der Presslinge dürfen Längen von bis zu 7,5 x D aufweisen

²Die DIN verbietet Zusatzstoffe, jedoch wird dieses Verbot mit der Verordnung Kleinfeuerungsanlagen wieder aufgehoben, so dass keine Begrenzung des Anteils an Presshilfsmitteln besteht

 



Energiedichte, Brennwert und Heizwert von Holzpellets


Mit der Energiedichte wird ausgerechnet, wie viel Energie sich in einem Raumvolumen eines Stoffes befindet. Sie errechnet sich aus dem Quotienten von Energie. Es ist gespeichert, innerhalb eines Vorgegebenen Volumens in Joule und dem Volumen des Raumes in Kubikmetern.Der Brennwert bezeichnet den echten Energiegehalt eines Stoffes. Der Brennwert ist ca. 10 Prozent höher als der Heizwert. Der Heizwert gibt hierbei den Energiegehalt je Masse an. Holz ist ein Naturprodukt und sein Aufbau und die Zusammensetzung unterliegt immer gewissen Schwankungen, welche sich auf den Heizwert auswirken können. Der Heizwert kann in Kilowattstunde pro Kilogramm ( massenbezogen) oder in Kilowattstunde in Kubikdezimeter (volumenbezogen) angegeben werden. Der Heizwert variiert bei Brennholz, er ist abhängig von der Restfeuchte im Holz. Die Restfeuchte ist von dem Trocknungsgrad des Holzes abhängig. Holzpellets und Holzbriketts, die einen Feuchtigkeitsgrad von 5 – 10 Prozent haben, kommen auf 5 kwh/kg.

Schlagworte: Brenndauer von Pellets, sauberes Verbrennen von Holz, Pelletheizwert, Pelletbrennwert, Holzpelletwerte, Pelletenergie, Energiegehalt von Holzpellets, Energiebilanz für Holz

Schüttdichte


Die Schüttdichte wird auch Schüttgewicht genannt. Die ÖNORM M 7135 hat eine festgelegte Schüttdichte von 650 kg/m³. Als Schüttdichte wird die Dichte eines Gemenge, welches ein körniger Feststoff ist, bezeichnet. Diesem Stoff wird ein Fluid, das kann auch Luft sein, in die Hohlräume zwischen den Partikeln hinzugefügt.

Materialdichte


Die Materialdichte, die in der ÖNORM M 7135 festgelegt wurde sollte größer als 1,12 kg/dm³ sein. Durch die hohe Materialdichte haben die Pellets eine sehr lange Brenndauer, die man von einem solchen kleinen Gegenstand nicht erwarten würde.

Wassergehalt

Pellets haben einen geringen Wassergehalt, dieser ist in der DIN 51731 festgelegt. Die Hersteller haben einen recht hohen Spielraum, er muss mindestens 12 Prozent betragen. In der ÖNORM M 7135 und der DIN plus ist festgelegt, dass der Wassergehalt maximal 10 Prozent betragen muss.

Aschegehalt, Staubentwicklung und Schadstoffe

Bei den modernen Heizpelletkesseln ist der Schadstoff Ausstoß sehr gering. Der genormte Brennstoff trägt dazu bei, dass die Pellets schadstoffarm verbrennen und keine Fremdstoffe enthalten. Bei der Produktion von Pellets ist ein geringer Rindenanteil erlaubt. Bei der Verbrennung fällt ein Aschegehalt von weniger als 0,5 Prozent an. Die Staubentwicklung, die beim Einblasen der Pellets entsteht, ist normal, wobei der Staubanteil jedoch mit dem Abrieb zusammenhängt. Die Abriebfestigkeit kann nur von einem Profi unter bestimmten Bedingungen ermittelt werden.

Schlagworte: Schadstoffe im Holz, Ascherückstände, Asche entsorgen, Rückstände im Kessel, Schadwerte für Pellets, Feinstaubentwicklung, Feinstaub durch Pelletöfen